Der Sportunterricht an unserer Schule

Sportunterricht an der Rudolf-Steiner-Schule Bielefeld

In Zeiten, in denen Kinder sich immer weniger bewegen, ist es umso wichtiger, vielfältige Bewegungsformen und Bewegungsräume altersspezifisch erlebbar zu machen und so die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.                                                                                                              Der Sportunterricht der Waldorfschule leistet als ein Bestandteil der ganzheitlichen Erziehung einen unverzichtbaren Beitrag sowohl für die körperliche, als auch für die geistige und seelische Entwicklung. Der Blick ist in erster Linie auf die Entwicklungsschritte des Kindes oder des Jugendlichen gerichtet, vielseitige Bewegungserfahrungen stehen im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler bleiben im koedukativen Sportunterricht von der 1. Klasse bis zur 12. Klasse in ihrem Klassenverband und werden ab der 5. Klasse von einer Sportlehrerin und einem Sportlehrer im „team teaching“ unterrichtet. So können sich die Mädchen und Jungen gerade in der Zeit, in der geschlechtsspezifisch unterschiedliche Bedürfnisse deutlich werden, wohltuend beeinflussen und in Gruppen intensiv unterrichtet werden. Im Unterricht wird soziales Handeln eingeübt – von der gegenseitigen Hilfestellung bis zu Teamhandlungen im Spiel und der Akzeptanz von Regeln. Ziel des Sportunterrichtes ist es, in altersgemäßen Schritten den Jugendlichen Freude an der Leistung zu vermitteln, Sicherheit in der Bewegung, Stärke im Willen und Wachheit für ein faires Handeln.

Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder soll noch nicht zu früh in abstrakte Kanäle gelenkt werden – in den ersten beiden Klassen wird im Spielturnen, beim rhythmischen Klatschen, Stampfen, Springen und Balancieren in erster Linie die Freude an der gemeinsamen Bewegung vermittelt. 

Ab der Mittelstufe geht der spielerische Unterricht zunehmend in ein bewusstes, kontinuierliches Üben der Fertigkeiten über, so dass verschiedene Bewegungsmöglichkeiten vertieft werden.

Auch in der Oberstufe werden Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer, Koordination, Schnelligkeit und Beweglichkeit sowie die Sozialkompetenzen in den verschiedenen Schwerpunktsportarten Leichtathletik, Geräteturnen und Mannschaftsspiele eingeübt und gefördert. Speziell im turnerischen Bereich können besondere Bewegungsqualitäten erlebt werden. Neben der Schulung der individuellen motorischen Fertigkeiten rücken die Teamarbeit und das selbständige Arbeiten zunehmend ins Zentrum. Das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt und die sozialen Kompetenzen werden gefördert, wobei die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit in den verschiedenen Sportarten unterschiedlich angesprochen werden.

 Petra Jotzo-Neumann und Matthias Hausner         (Sportlehrer*in)