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Vorstellung der Jahresarbeiten der 12. Klasse
Schon direkt nach unserer Ankunft dort, haben wir das zu vermessende Gelände mit etwa 30-80 m voneinander entfernten Polygonpunkten abgesteckt, an denen wir uns während des Vermessens orientieren konnten. Jeweils in Dreiergruppen maßen wir dann die Entfernungen zwischen den Polygonpunkten und mit dem Theodoliten von einem Punkt aus die Winkel zu allen anderen sichtbaren Polygonpunkten, welche mit Fluchtstäben markiert waren. Alle gemessenen Werte wurden in eine Tabelle eingetragen, da jede Länge und jeder Winkel mehrmals gemessen wurde und aus den Ergebnissen errechneten wir dann den Durchschnittswert.
Nun konnte ein maßstabsgetreues Polygonnetz gezeichnet werden, wobei Genauigkeit an höchster Stelle stand, da ein paar Millimeter Abweichung auf dem Papier, in der wahren Landschaft ein paar Meter bedeuteten. Nicht nur ein Schüler musste wegen Ungenauigkeit das gesamte Polygonnetz noch einmal zeichnen.
Bevor aus diesem Polygonnetz eine Karte entstehen konnte, musste jedoch noch die Koordinierung vorgenommen werden. Das heißt, dass sowohl die Standorte der Gebäude, als auch die Wege und Seen vermessen werden und anschließend die Werte eingetragen werden mussten. Dabei arbeiteten wir wieder in Dreiergruppen und maßen die Entfernung der zu kartierenden Objekte zu den Polygonlinien -und Punkten. So konnte letztendlich das komplette Gelände des Schloss Niederspree maßstabsgetreu in die Karte aufgenommen und individuell gestaltet werden.
Das Praktikum war für uns sicher eine sehr gute Erfahrung, da wir so das erste Mal die Mathematik praktisch ausüben konnten. Doch auch für diejenigen, die sich bis zum Ende nicht mit dem Vermessen anfreunden konnten, kam die Freizeit nicht zu kurz. Diese verbrachten wir mit Gitarre, Klavier oder Kicker spielen, mit Fernsehen, sportlichen Aktivitäten oder an bzw. in den umliegenden Teichen.
Ein Ausflug nach Görlitz am vorletzten Tag unseres Praktikums rundete die Fahrt gut ab. Dort hatten wir nach einem eineinhalbstündigen Stadtrundgang den Rest des Tages Freizeit. Man bekam erste Eindrücke der Kultur Polens, wobei der Kontrast zwischen dem edlen, komplett erhaltenen Teil der Stadt und dem viel herunter gekommeneren Stadtteilen hinter der polnischen Grenze sehr deutlich wurde.
(Marie Gerwing, Yasmin Hagen und Sophie Kunstmann)
Tagesablauf:
Veröffentlicht am 23. Oktober 2010
in der Kategorie Aktuelles von der Waldorfschule