Aktuelles von der Rudolf-Steiner-Schule Bielefeld und dem Rudolf-Steiner-Berufskolleg

Buch, TV, Tablet, PC, Smartphone und Co.

-Wann machen Medien Kinder schlau?

Der heutige Kinderalltag beinhaltet auch eine bunte und verlockende Medienwelt. Dabei nutzen unsere Kinder ganz selbstverständlich eine Vielzahl elektronischer Medien und Eltern machen sich Gedanken:
- Vom Buch bis zum Smartphone. Wann ist mein Kind alt genug für welches Medium? Was sind die Chancen und Risiken dieser Medienwelt?
- Mein Kind am Bildschirm. Welcher Zeitrahmen und welche Regeln sind richtig und welche Sicherheitsvorkehrungen wichtig?
- Welche Medienangebote sind für Kinder geeignet, welche unterstützen und fördern den Lernerfolg? Wie finde ich sie?
- Wie könnte eine funktionierende Medienerziehung in meiner Familie aussehen? Der „Medienvertrag zum Vertragen“ wird vorgestellt.
Die Medienpädagogin und Erziehungsberaterin Sabine Schattenfroh der „Initiative Eltern und Medien NRW“ gibt aktuelle Infos und passende Antworten. Danach ist Zeit für eine gemeinsame Diskussion.
Der Eintritt ist frei.

Veröffentlicht am 08. November 2017
in der Kategorie Aktuelles von der Rudolf-Steiner-Schule

Gesprächs-Epoche: Welche Werte tragen uns?

Die "Initiative Anthroposophie Bielefeld" des Zweiges Bielefeld läd alle interessierte Menschen zu einer Gesprächs-Epoche an der Rudolf-Steiner-Schule zum Thema "Welche Werte tragen uns?" ein:
Unser Alltag ist geprägt durch vielfältige und vielschichtige Entscheidungen:
• Wie verhalte ich mich in dieser oder jenen Situation?
• Welche Tragweite haben meine Entscheidungen?
• Was ist Bildung? Was Erziehung?
• Zu welchem Arzt gehe ich? Wie möchte ich, dass mir geholfen wird?
• Wo kaufe ich ein und was für Produkte kaufe ich ein?
• Welche Lebensgrundsätze habe ich?
• Was glaube ich eigentlich?
• Gibt es ein Leben nach den Tod? Wenn ja, wie verhalte ich mich im Leben?
Begründet werden die Entscheidungen auf der Basis von Werten und Überzeugungen, die oftmals schon in der Jugend erworben worden sind, die hinterfragt worden sind, gegen die man sich auflehnt oder aufgelehnt hat, zu denen man möglicherweise wieder zurückkehrt. In der Schule begegnet man als Lehrkraft den tiefen Fragen der Eltern nach dem Sinn des Lebens, nach den Werten, die tragen und die ihnen beim Entscheiden helfen. Oftmals offenbaren sich diese besonderen Fragen in Diskussionen z.B. zur Frage nach der Mediennutzung ihrer Kinder. Soll ich meinem Kind schon in der Unterstufe ein Handy kaufen, weil es viele so machen? Wie begründe ich z.B. meine Entscheidung, mich dem allgemeinen Druck nicht zu beugen und wie beschreite ich selbstbewusst einen anderen Weg?
Für Rudolf Steiner sind Waldorflehrer weit mehr als nur Vermittler bzw. Ausführende des staatlichen, aber auch des Waldorflehrplans. In zahlreichen Ansprachen auf Elternabenden macht Steiner deutlich, dass die Lehrkräfte Kraft aus der Geisteswissenschaft, der Anthroposophie, schöpfen, lebendig und unmittelbar aus dieser Quelle heraus unterrichten, aber auch den Menschen um sie herum, z. B. den Eltern, den Schülern, den Mitgliedern der Anthroposophischen Gesellschaft, ein Anlass zur Inspiration hinsichtlich der Lebensgestaltung sein sollen.
In der Gesprächs-Epoche nimmt eine Waldorflehrerin diese von Steiner geforderte Aufgabe wahr und es wird eine Lebens- und Entscheidungsperspektive aus der Quelle der Anthroposophie entfaltet. Zwar werden in der Gesprächs-Epoche auch Originaltexte von Steiner gelesen, zentral ist jedoch schließlich die Umsetzung "anthroposophischer Werte" ins praktische Leben.
An vier Abenden werden diese Themen eingeleitet und mit einer Moderatorin im Anschluss diskutiert. Ein Einstieg ist jederzeit möglich am: 19.9., 4.10. und 10.10.2017.

Veröffentlicht am 04. Oktober 2017
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Spontane Demo unserer Schule gegen den AfD-Stand

Am Tag der offenen Tür entdeckten wir auf dem Wochenmarkt am Rondell einen Infostand der Partei AfD. Dieser warb direkt am Zugang zu unserem Schulgrundstück für Stimmen. LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern waren empört, da die Gesinnung und Werte der AfD in vielen Punkten im Widerspruch zu unserer Schule stehen. Die Rudolf-Steiner-Schule steht für Toleranz und ist gegen Rassismus. Spontan haben sich Jugendliche und Erwachsene zu einer Demo entschlossen. Dafür wurden schnell Plakate geschrieben, mit denen sich die Beteiligten klar gegen die Gesinnung der AfD aussprachen. Die Polizei und das Ordnungsamt wurden informiert, um die Rechtmäßigkeit des AfD-Standes zu prüfen. Es war zunächst unklar, ob der Stand an dieser Stelle hätte aufgebaut worden dürfen. Es wurde hitzig diskutiert. Meinungen wurden ausgetauscht, Positionen ganz klar bezogen. Alles verlief zum Glück friedlich. Es gab keine aggressiven Tendenzen. Am Ende löste sich die Versammlung auf. Ein Polizist hat sich freundlicherweise spontan bereit erklärt, die SchülerInnen noch im Klassenraum über das Versammlungsrecht in Deutschland zu informieren und Fragen zu beantworten.

Veröffentlicht am 28. September 2017
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